UPDATE (5.8.2010): Jetzt erscheint die Meldung in der rechten Spalte und sieht so aus:
Haben Sie auch schon so eine Meldung auf Ihrer Startseite bekommen? Mit diesem “Freundefinder” versucht Facebook, die Nutzer zur Adressbuch-Synchronisation zu verleiten. Der Hinweis “Dein Passwort wird von Facebook nicht gespeichert” mag vertrauenerregend wirken. Die importierten Adressen aus Ihrem E-Mail-Konto aber werden sehr wohl von Facebook gespeichert und auch verwendet.
Dies ist einer der Wege, über die Facebook an Daten von Nichtmitgliedern herankommt. Die wundern sich dann,woher Facebook plötzlich ihren Namen und ihre Mailadresse kennt und wissen gar nicht, wie sie sich dagegen zur Wehr setzen können.
Deshalb folgende Tipps:
- Vermeiden Sie diesen Freundefinder
- Wenn Sie herausfinden wollen, welche Ihrer Freunde bereits auf Facebook sind, nutzen Sie das Suchfeld oben im blauen Balken
- Wenn Sie Facebooks sonstige Werkzeuge zum Freundefinden unter Konto > Freunde bearbeiten oder Startseite > Freunde nutzen wollen, beschränken Sie sich dabei auf die Möglichkeiten, die keine Adressbuch-Synchronisation mit E-Mail- oder IM-Adressen erfordern:
Und wenn’s doch schon passiert ist?
Haben Sie aus Unwissen doch schon eine Adressbuch-Synchronisation durchgeführt, können Sie die importierten Adressen unter http://www.facebook.com/contact_importer/remove_uploads.php wieder entfernen.
Hat jemand anders Ihre E-Mail-Adresse oder IM-Namen importiert, klicken Sie in der Mail, die Sie dann von Facebook erhalten, unten auf den Link “Keine Mails mehr von Facebook erhalten” und entfernen Sie Ihre Daten über http://www.facebook.com/help/contact.php?show_form=database_removal aus der Facebook-Datenbank.














Liebe Frau Schwindt, ein sehr hilfreicher Blogpost. Vielen Dank!
Viele Grüße,
Leonie Walter
Danke Annette, hatte das intuitiv eh weg gedrückt, aber für die jungen Digital Natives ist das wohl ein wertvolles Learning.
Naja, diese “Funktion” ist ja nicht neu. Schließlich gibt es das zum Beispiel bei XING schon lange. Und früher (bin mir nicht sicher ob es noch so ist) auch bei diversen Freemail-Anbietern.
Wer diese Daten freiwillig hochlädt sollte sich eben der Konsequenzen bewußt sein…
[...] This post was mentioned on Twitter by schwindt-pr , Daniel Rehn, Simon, Katrin Zinoun, Annette Schwindt and others. Annette Schwindt said: Aufgepasst bei der Nutzung des Facebook-Freundefinders – bitte weitersagen http://wp.me/pvvK6-Hh [...]
Der eigentliche Skandal daran ist, dass Facebook mit der neuen Werbung suggeriert, dass die eigenen Freunde den Freundefinder “ausprobiert” haben – was definitiv nicht stimmt! Habe jetzt schon von einigen gehört, dass ihr Name in dieser Werbung auftaucht, obwohl sie garantiert niemals eine Adressbuch-Synchronisation ausgeführt haben.
Ich war von vornherein misstrauisch; bin außerdem völlig genervt davon, wie fb die Nutzer bedrängt. Danke für die ausführliche Aufklärung.
Schmunzeln musste ich übrigens über Ihren “freudschen Verschreiber”. Oder war der Absicht? Denn den Ausdruck “vertrauenerregend” gibt es m.W. nicht – üblicherweise sagt man ja “vertrauenerweckend”. Erregend ist das Grauen. Und die fb-Praxis im Umgang mit Daten ja in so mancher Hinsicht grauenerregend …
Nix für ungut!
Die Leserin
Hier hätte ich jetzt gern einen Like-Button für den Kommentar zu “vertrauenerregend”
Sie haben diesen “Freundefinde” vortrefflich beschrieben, danke.
Facebook wird immer mehr „vertrauenerregend“.
hallo annette-
danke für den artikel- ich habe schon screenshots angefertigt da ich einige fansites warte- das seh ich doch meine freundin und mich und dabei steht das wir durch diesen friendfinder unsere freunde gefunden haben- das ist ja schon fast eine sache für den staatsanwalt-
meine kunden vertrauen mir und wenn sie sehen das ich den “friend finder” benutz habe kann es durchaus sein das
diese personen das auch machen- da sie ja der meinung sind- wenn ich das mache ist das ok-
wie dagegen wehren?
ein wunderschönes wochenende
und sonnige grüsse vom wörthersee
Danke und ich denke, man kann nicht genug darüber aufklären. Angeblich geht es soweit, dass FB allen Kontakten im gefundenen Verzeichnis eine email schreibt, unabhängig ob private Kontakte oder geschäftlich!
Nicht alle FB User sind erfahren und misstrauisch dem Medium gegenüber, deshalb finde ich immer wieder eine Aufklärung gut!
Danke Euch.
Der Link “http://www.facebook.com/help/contact.php?show_form=database_removal” funktioniert nicht:
Es erscheint die Meldung “You are not permitted to do that.”
Das ist ein Facebook-Fehler, der manchmal temporär vorkommt. Ich war gerade auf der Seite und bei mir funktioniert der LInk.
… Ergänzung: erneuter Versuch mit Internet Explorer hat den Fehler nicht gebracht.
Vielen Dank für diese klare Anleitung. Selber habe ich den Freundefinde, wie Su, intuitiv gemieden. Mit Freude leite ich diese Seite an meine Social-Media-Workshop TeilnehmerInnen weiter – für EinsteigerInnen ist das ein echt hilfreicher Post, finde ich.
[...] Zeit für seinen Freundefinder, über dessen Problematik (Speicherung von Daten von Nicht-Nutzern) bereits geschrieben wurde. Aber da sind doch so viele, die ihn trotzdem nutzen, Freunde von mir. Unbelehrbare? Netpolitik [...]
Erstaunlich ist es, auf was für Ideen die Leuten von facebook kommen
eine für mich neue Methode, (gestern entdeckt, weil ich mich ausnahmsweise mal an einem anderen Browser eingeloggt hab)
Unter dem Titel: ‘Schütze Dein Konto’ wird Sicherheit vorgetäuscht, um wieder an Kontakte ranzukommen. Ich find das besonders für Leute, die schnell klicken ohne genau zu lesen, tragisch. Und im Einzelhandel würde man das unlauteren Wettbewerb nennen.
http://www.flickr.com/photos/9007408@N02/4839735667/
[...] kann? Nein? Gut so! Denn Sie sollten Sie auch nicht benutzen! Sonst befüttern Sie nämlich – wie bei der Adressbuchsynchronisation – ungefragt die Facebook-Datenbank mit Daten anderer Leute, die vorher möglicherweise nicht [...]
Danke für diesen wertvollen Beitrag. Mich ärgert die Intransparenz von Facebook. Finde es gut, wenn Sie hier so aufklärend wirken.
[...] Das Facebook eine Vorliebe für die elektronischen Adressbücher seiner Nutzer hat, ist schon länger bekannt. Facebook wirbt auch intern für den “Facebook-Freundefinder”, wo nur die E-Mail-Adresse und das Passwort angeben muss und schon bekommen alle Kontakte, die nicht bei Facebook sind, eine Einladung von Facebook. [...]
Moin! Danke für die breite Aufklärung. Ich habe anhand meiner Outlookdaten nach Kontakten gesucht und die “gefundenen” gerne bei FB gespeichert. Die “nicht gefundenen” (weil damals noch nicht bei FB) habe ich jedoch nicht “eingeladen”, Zurückhaltung wg. Datenschutz (dachte ich).
Mittlerweile bekomme ich Freundschaftsanfragen der Mitschüler meiner Kinder (email-Adressen deren Eltern waren auf der Outlook-Liste), obwohl meine FB-Daten auf “unsichtbar” geschaltet sind und meine FB-mail-Adresse eben nur für FB und sonst nicht bekannt ist.
Das untermauert o. g. Feststellungen, daß einmal angefragte email-Adressen in Zusammenhang mit dem eigenen FB-Profil dauerhaft (in meinem Fall länger als 10 Monate) bei FB gespeichert sind.
Moin! Eine Ergänzung: Ich war so unvorsichtig und habe im Outlook eine Applikation laufen (XOBNI), die beim Markieren einer eMail sofort in einem Fenster Profile des Absenders im Internet sucht, Facebook, LinkedIn, Twitter, egal… und jedesmal wird die o.g. “Spur” hinterlassen: Anfrage einer bestimmten eMail-Adresse. Und Facebook vergißt nicht.
Ich hatte mich schon über einige “Freundschaftsanfragen” gewundert… da nützt auch die “Mich-sehen-nur-Freunde-und-deren-Freunde”-Einstellung nichts.
[...] hatten mir schon einige Leser berichtet, bei denen sie wohl früher als bei mir augetaucht war. Wie ich bereits mehrfach betont habe, sehe ich diese Adressbuchsynchronisation jedoch sehr kritisch, da dabei Daten von Dritten an Facebook weitergegeben werden, die das möglicherweise gar nicht [...]