Facebook nimmt Stellung zum Cookie-Gerücht

UPDATE dazu bei Spiegel Online.

Gestern machten Blogposts die Runde, in denen es um Facebooks Verwendung von Cookies geht:

Darin geht es kurz gefasst darum, dass Facebook auch nach dem Logout über Cookies in Ihrem Browser nachverfolgen könne, welche weiteren Seiten Sie ansteuern, und dazu ungefragt in Ihre Timeline posten würde. DAS STIMMT SO NICHT!

Erstens bezieht sich diese Autoposten nur auf die neuen Social Apps und zweitens steuern Sie selbst, ob und wie lange Ihr Browser Cookies behält (Browsereinstellungen überprüfen!). Zudem muss man diese neuen Apps ja nicht verwenden, wenn man das nicht will. Wer diese Apps nutzt, der tut das aber gerade WEIL er möchte, dass solche Postings in seiner Timeline erscheinen, um sie an seine Freunde weiterzusagen.

Wenn Sie solche Apps aber nicht nutzen, kann Facebook gar nichts weitersagen. Und selbst wenn Sie sie nutzen, können sie definieren, wer die Postings sehen darf. – Siehe auch Brian Solis: Whoops, I didn’t mean for you to read this.

Facebook-Sprecherin Tina Kulow erklärte heute darüber hianus:

“Facebook verfolgt nicht die Aktivitäten von Nutzern im Internet. Stattdessen nutzen wir Cookies für soziale Plug-ins um Inhalte zu personalisieren (z.B. um anzuzeigen, was den eigenen Freunden gefällt), um Wartung und Verbesserungen zu unterstützen (z.B. um Klickraten zu messen) oder aus Sicherheitsgründen (z.B. um zu verhindern, dass Kinder unter 13 Jahren versuchen, sich mit falschem Alter anzumelden). Wir nutzen keine Informationen, die wir durch soziale Plug-ins erhalten, wenn man sie sieht, für gezielte Anzeigen. Vielmehr löschen oder anonymisieren wir diese Daten innerhalb von 90 Tagen und wir verkaufen niemals Nutzerdaten.

Speziell zu den sogenannten „Logged-out Cookies“ – wir löschen Konto-spezifische Cookies sobald sich ein Nutzer von Facebook ausloggt. Deshalb erhalten wir keine persönlich-identifizierbaren Informationen durch ein Cookie, wenn Nutzer im Internet unterwegs sind. Die übrigen Cookies verwenden wir für Sicherheits- und Schutzmaßnahmen. Damit identifizieren wir beispielsweise Spammer und wir können durch sie erkennen, wenn jemand unauthorisiert versucht, auf ein fremdes Nutzer-Konto zuzugreifen. Außerdem helfen sie dabei, dass unsere Nutzer wieder auf ihr Konto zugreifen können, falls es gehackt wurde. Sie helfen auch, die Registrierung von Kindern unter 13 Jahren zu verhindern, die versuchen sich mit Hilfe eines falschen Geburtsdatums wieder anzumelden. Sie unterstützen Sicherheitsfunktionen wie die Zwei-Weg-Anmeldebestätigung und -Benachrichtigung und die Identifizierung von Computern, die von mehreren Personen genutzt werden, um die Nutzung der „Angemeldet bleiben“-Option zu verhindern.”

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Annette Schwindt

Bloggerin, Autorin und Beraterin bei schwindt-pr
Ich helfe anderen, ihre digitale Komunikation richtig aufzubauen oder zu optimieren. Mein Motto lautet "Einfach Kommunizieren", mich also möglichst verständlich auszudrücken und echte Gespräche von Mensch zu Mensch zu führen! Denn das geht auch online! :-) Meine Artikel und sonstigen Veröffentlichungen entstehen aus dem täglichen Dialog mit meinen Lesern. >>> Lesen Sie mehr über mein Beratungsangebot
Veröffentlicht in Allgemein

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4 Antworten

  1. Die grundsätzliche Frage ist doch, welcher Nutzer von Facebook den Logout Button betätigt während er in 20 anderen Browsertabs weitersurft und Daten durch “I like…” & Co gesammelt werden.

    Es wird die Ahnungslosigkeit der meisten Konsumenten ausgenutzt, obwohl diverse Möglichkeiten der Information bestünden, siehe bspw. GMX…

    Die anderen Argumentationen 2-Wege Authentifizierung, Spamschutz sind genauso kritikwürdig, haben sie doch für Facebook auch den Vorteil einer noch zielgerichteteren Profilerstellung.