Kategorie-Archiv: Gastbeitrag

Gastbeitrag: Rechtliche Bewertung des Einbettens von Facebook-Beiträgen

Facebook hat die Funktion „Facebook Embedded Posts“ vorgestellt. Die Funktion ermöglicht es, einzelne und öffentliche Beiträge aus Facebook in die eigene Webseite oder in Blogs einzubetten. Die Funktion wird technisch noch weiter ausgebaut werden, eine Beschreibung der Einzelheiten findet sich z.B. hier im Blog.

Wie fast immer bei neuen Funktionen in sozialen Netzwerken, gibt es auch bei diesen eingebettenen Beiträgen aus rechtlicher Sicht einiges zu beachten. RA Dr. Jan Christian Seevogel hat das Thema in aller Kürze – auch für juristische Laien verständlich – hier für meine Leser zusammengefasst:

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Facebook: Was bedeutet denn nun „nicht mehr als 20% Text im Titelbild“?

Nachdem ich vor ein paar Tagen über die Aktualisierung der Facebook-Richtlinien für Titelbilder berichtet hatte, die am 15.1.2013 in Kraft getreten sind, gab es einige Rückfragen. Daher habe ich RA Dr. Jan Christian Seevogel gebeten, hier in einem eigenen Beitrag darauf einzugehen. Sollte es weitere Fragen geben, hinterlassen Sie diese bitte in den Kommentaren.

Die aktualisierten Facebook-Richtlinien geben vor, dass Facebook-Titelbilder nicht mehr als 20% Text enthalten dürfen. Aber was genau bedeutet das? Und wie ist das genau gemeint mit den nicht erlaubten Kontakt-Infos im Titelbild? Das Ergebnis lautet leider wie bei den Facebook-Richtlinien so oft: Ganz sicher weiß man es nicht.

Hier die Antworten auf die bisher am häufigsten gestellten Fragen:
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Die Meldung von Rechtsverletzungen bei Facebook

Täglich werden auf Facebook ca. 4 Milliarden (!) Inhalte von Nutzern geteilt. Viele Facebook-Nutzer stellen Fotos, Videos, Texte, Musikinhalte etc. ein, ohne die Rechte an den eingestellten und geteilten Inhalten vor deren Verbreitung zu klären. Dies führt zu einer Vielzahl von Rechtsverletzungen.  Aber welche Möglichkeiten hat ein Rechteinhaber, wenn er davon erfährt, dass seine Rechte auf Facebook verletzt werden? Im Folgenden erklärt Gast-Autor und Rechtsanwalt Dr. Jan Christian Seevogel, wie man Rechtsverletzungen bei Facebook melden kann.
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Abmahnungen bei Facebook-Vorschaubildern: 10 Fragen und Antworten

Es ist das derzeit am meisten diskutierte Thema im Social Media Recht Recht: Die Haftung für durch soziale Netzwerke generierte Vorschaubilder und Texte beim Nutzen der Teilen-Funktion (z.B. Facebook “Share-Button”). Der folgende Gastbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Jan Christian Seevogel stellt und beantwortet die zehn wichtigsten Fragen der Nutzer in diesem Zusammenhang:

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Der Klick als sozialer Kitt

Warum wir liken, teilen, plussen und empfehlen –
und was das für die Unternehmenskommunikation bedeutet

Gastbeitrag von Kerstin Hoffmann

Wenn jemand Sie nach einer guten Autowerkstatt, einem fähigen Arzt oder einem verlässlichen Dienstleister fragt, wie reagieren Sie dann? Wenn Sie so ‚ticken‘ wie die meisten Menschen, werden Sie sich ziemlich bemühen, dem Betreffenden weiterzuhelfen. Wenn Ihnen nicht sofort eine Antwort einfällt, werden Sie in Ihrem Gedächtnis kramen. Oder Sie werden vielleicht sogar andere fragen, beziehungsweise den Auskunftssuchenden an Freunde weiterverweisen. Mehr noch: Wenn Sie mit einem Arzt, einer Werkstatt oder einem Dienstleister besonders zufrieden sind, werden sie diese wahrscheinlich sogar anderen von sich aus empfehlen, ehe jemand ausdrücklich danach gefragt hat.

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Wie Sie den Erfolg einer Facebook-Seite messen können (Gastbeitrag)

Betreiber einer kommerziellen Seite auf Facebook stehen häufig vor einem Problem: Wie messe ich den Erfolg eines Facebook-Auftritts und wie mache ich die Zahlen vergleichbar? In einer Infografik stellt Nico Pliquett von socialbench die 7 wichtigsten Indikatoren zur schnellen Erfolgsmessung auf Facebook vor.

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Interview zum Thema Google+ Hangout On Air

Eine der tollsten Funktionen in Google+ ist sicher der Hangout. Nachdem bereits vor ca. einem Jahr der erste Hangout On Air online ging, mussten die Nutzer außerhalb der USA noch eine ganze Weile auf die Funktion warten. Deutschland sogar besonders lange. Gerhard Schröder beschäftigt sich seit einiger Zeit intensiver mit Hangouts und der On-Air-Funktion. Daher habe ich ihn gebeten, hier in einem Interview darüber zu berichten:

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Wie barrierefrei ist Facebook?

Foto von Heiko KunertHeiko Kunert (34) ist blind und liebt Facebook. Daher habe ich den Sprecher des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg gebeten, in einem Gastbeitrag zu beschreiben, wie er das soziale Netzwerk nutzt, welche Barrieren es gibt und wie diese abgebaut werden können:

Immer mehr blinde und sehbehinderte Menschen sind bei Facebook. Mithilfe einer sog. Screenreader-Software, einer synthetischen Sprachausgabe und einer Braillezeile, die den Bildschirminhalt in Blindenschrift ausgibt, bin ich als blinder User online. Menschen mit einem geringen Sehrest verwenden Vergrößerungssoftware. Facebook als größtes soziales Netzwerk ist gerade für behinderte Menschen besonders reizvoll, fallen hier doch viele Berührungsängste und alltägliche Barrieren weg. Leider gilt dies nicht für die technischen Hürden.

Technische Hürden und Umwege

Manche Grafiken und Schaltflächen sind nicht mit einem Alternativtext versehen, den die Sprachausgabe wiedergeben könnte. Der Dynamik der Site sind gerade ältere Screenreader nicht gewachsen – so aktualisieren sich irgendwo auf der Seite Inhalte, ohne dass der blinde Nutzer es merkt. Viele Applikationen sind vollkommen unzugänglich. Blinde User bekommen hier lediglich endlose, kryptische Zeichenfolgen angesagt. Facebook sollte die App-Entwickler hier zu mehr Accessibility verpflichten.

Dennoch macht die Faszination Facebook vor blinden Nutzern nicht halt. Viele von uns nutzen nicht die reguläre Startseite, sondern m.facebook.com. Die Seite ist eigentlich für mobile Endgeräte gedacht und als reine HTML-Site auf die wesentlichen Punkte reduziert. Damit ist sie auch von den Hilfsmitteln blinder und sehbehinderter User klarer darstellbar.

Facebook ist durchaus bemüht, Barrieren abzubauen. Das Unternehmen kooperiert mit der American Foundation for the Blind. Immer wieder werden Elemente, die das Surfen erleichtern, eingebunden, zuletzt die Orientierungspunkte. Das sind für den sehenden Nutzer nicht sichtbare HTML-Informationen, die aber vom Screenreader erkannt werden – so kann ich mit einfachen Tastenkombinationen direkt zur Suche, zur Navigation o. Ä. springen und bekomme Infos über die Struktur der Seite.

Dennoch gibt es für die Webdesigner aus Kalifornien noch viel zu tun. Zum Beispiel sind nicht alle Funktionen der Hauptseite in der mobilen Version verfügbar – an Grenzen stoßen blinde User beim Erstellen von Events. Dass der Chat optimierbar ist, gibt Facebook auf der Hilfeseite für behinderte Nutzer selbst zu. Dort heißt es:

„Facebook-Chat arbeitet derzeit mit dynamischen Internetinhalten, die bei manchen Bildschirmlesern Probleme bereiten können. Wir arbeiten daran diese Probleme zu lösen. Alternativ dazu unterstützt Facebook-Chat jetzt Jabber, so dass du mit deinen Facebook-Freunden über deinen Lieblings-IM-Client chatten kannst (z.B. AIM 7.2).“

Die Hilfeseite gibt weitere nützliche Tipps für die barrierefreie Nutzung von Facebook: U. A. zur Registrierung und für den Zugang zum Geschenkeladen. Sie nennt Tastenkombinationen, gibt Tipps zum Vergrößern der Seite und bietet Usern mit einer Seh- oder Körperbehinderung besondere Kontaktformulare an.

Eigene Inhalte barrierefrei gestalten

Und noch ein wichtiger Tipp, wie Sie blinden und sehbehinderten Nutzern den Zugang zu Ihren Fotos ermöglichen können:

„Die beste Möglichkeit sicherzustellen, dass deine Bilder für jeden zugänglich sind, ist das Hinzufügen von Bildunterschriften. In der Bildunterschrift kannst du das Bild kurz beschreiben und so sicherstellen, dass Nutzer, die das Bild nicht sehen können, als Alternative eine Beschreibung des Bildes haben.“

Seit einiger Zeit können Sie als Betreiber von Facebook-Seiten Inhalte via Iframe-Tabs einbinden. Der Inhalt von externen Seiten wird damit direkt in der Facebookseite wiedergegeben. Dies ist eine Chance für mehr Accessibility. Dies gilt selbstverständlich nur, wenn Ihre externe Seite barrierefrei gestaltet ist.

Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Facebook und Barrierefreiheit im Besonderen oder über das Surfen und Leben blinder Menschen im Allgemeinen haben, besuchen Sie mich gern in meinem Blog, bei Twitter und natürlich bei Facebook. Schauen Sie auch gern auf der noch jungen Facebook-Seite des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg vorbei. Infos zu barrierefreiem Webdesign erhalten Sie beim Projekt „Barrierefrei Informieren und Kommunizieren“.

Danke für Deinen Gastbeitrag, Heiko! :-)
(Foto von Heiko Kunert: Anna-Karina Handke
)

Damit auch sehende Nutzer einen Eindruck davon bekommen, wie sich Facebook vom Screenreader vorgelesen anhört, hier eine Aufnahme von meiner Fanseite, die Manuela und Martin Kramer netterweise als Ergänzung zu diesem Artikel gemacht haben (Danke, Ihr beiden!):

mit passendem Screenshot als optischem Äquivalent dazu:

Bildschirmfoto der Fanseite wie sie in der vorangegangenen audiodatei vom Screenreader vorgelesen wurde

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Surfen auf Facebook wird dank https sicherer (Gastbeitrag)

UPDATE im Blog von Alexander Schestag

Dies ist ein Gastbeitrag meines Kooperations-Partners Alexander Schestag (mehr zu ihm am Ende dieses Blogposts). Vielen Dank, Alex! :-)

Wie Facebook heute bekanntgegeben hat, soll es in den nächsten Wochen möglich sein, in den Einstellungen zur Konto-Sicherheit anzugeben, dass man Facebook automatisch über eine verschlüsselte Verbindung (https) verwenden möchte. Zwar war die Nutzung einer verschlüsselten Verbindung bisher auch schon möglich, aber jeder musste sich bis jetzt selbst darum kümmern, in die Adresszeile des Browser https://www.facebook.com statt http://www.facebook.com einzugeben. Daß die Umleitung auf eine verschlüsselte Verbindung nun bald automatisch möglich sein wird, ist für alle Nutzer eine wesentliche Verbesserung ihrer Sicherheit auf Facebook.

Warum ist das nun so wichtig? Das Problem bei unverschlüsselten Verbindungen zu Websites ist, dass Logins und andere vertrauliche Daten von Dritten mitgelesen werden können. Dass das kein hypothetisches Szenario ist, hat die Kompromittierung zahlreicher tunesischer Facebook-Accounts durch die ehemalige Regierung des Landes gezeigt.

Aus diesem Grund ist die Nutzung dieser neuen Funktion sehr zu empfehlen, auch wenn anfangs noch mit Problemen zu rechnen ist, wie Facebook berichtet. So kann es sein, dass einige Anwendungen mit verschlüsselten Verbindungen nicht funktionieren. Facebook arbeitet jedoch nach eigenen Angaben bereits an der Lösung dieses Problems. Unter anderem können Entwickler schon jetzt eine “Secure Canvas URL” verwenden, die Anwendungen über eine verschlüsselte Verbindung ermöglicht. Die im Facebook-Blog  ebenfalls erwähnte Verlangsamung der Verbindung dürfte vernachlässigbar sein.

Wenn Sie also nicht mit Anwendungen arbeiten müssen, die nur über eine unverschlüsselte Verbindung funktionieren, sollten Sie diese Option aktivieren, sobald sie zur Verfügung steht. Derzeit ist das noch nicht der Fall, die Funktion soll aber in den kommenden Wochen freigeschaltet werden. Sie sollten also ein Auge auf Ihre Kontoeinstellungen unter “Kontosicherheit” haben.

Über den Autor:

Alexander Schestag ist seit 2003 selbständig in der Internet-Branche tätig. Seit er  Facebook nutzt setzt er sich kritisch mit Fragen rund um Privatsphäre und Datenschutz in sozialen Netzwerken auseinander, berichtet darüber regelmäßig in seinem Blog und bietet dazu auch Beratung an.

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Die Facebook-App für Android (Gastbeitrag)

Sebastian Hartmann (mehr zu ihm am Ende dieses Blogposts) ist meinem Aufruf nach Gastautoren zum Thema mobile Facebook-Nutzung gefolgt und hat folgenden Übersichts-Artikel zum Thema Facebook-App für Android verfasst. Vielen Dank, Sebastian! :-) Weitere Gastbeiträge zu Themen rund um die mobile Nutzung folgen hoffentlich in Kürze.

Nutzerfreundlich, aber verbesserungswürdig

Einmal das wichtigste vorab: Seit ich im Besitz eines Smartphones (Motorola Milestone mit dem Betriebssystem Android 2.1) bin, bin ich gleichzeitig Nutzer der Facebook-App, die über den Android Market kostenfrei downloadbar ist. Die App erfährt regelmäßig ein Update – ca. vier bis fünf Mal im Jahr.

Auf den ersten Blick hat die mobile Nutzung für mich viele Vorteile: Die Newsline ist ständig abrufbar, auf Nachrichten kann schnell geantwortet und erstelltes Fotomaterial kann rasant auf das eigene Privatprofil geschickt werden. So weit so gut. Was mit der Facebook-App alles geht und wo ganz klar die Grenzen der Applikation liegen, werde ich im folgenden Blogpost erläutern.

Umfang der Facebook-App

Eine App ist immer eine reduzierte Form eines Angebots – so auch bei der Facebook-App für Android 2.1. Öffnet man die Anwendung, stehen einige Features zur Auswahl.

Über die Startseite kann man Folgendes ansteuern (v.l.n.r.v.o.n.u.): die Neuigkeiten, das eigene Profil, die Freundesliste, die Nachrichtenbox, die Orte-Funktion, die Gruppen, die Veranstaltungen, die eigenen Fotoalben und der Chat. Unterhalb der Icons gibt es noch eine Liste an Vorschaubilder, wo die Facebook-App zuletzt gepostete Links und Fotos und Fanseiten als Thumbnail anzeigt.

Über „Einstellungen“ lassen sich nur wenige Funktionen regulieren. Dazu gehört unter anderem der Aktualisierungsintervall, die Benachrichtigungsfunktion und die darauf bezogenen Features (also ob man beispielsweise Nachrichten, Veranstaltungseinladungen oder Freundschaftsanfragen über die App empfangen möchte oder nicht). Leider gibt es nicht mehr einzustellen – weder Änderungen am Profil, noch bei den Privatsphäreneinstellungen. Schade.

Funktionen und Dysfunktionen der App

Über „Neuigkeiten“ erreichen einen die aktuellen Nachrichten der Freunde und Fanseiten.

Die Newsline läßt sich beliebig weit zurückscrollen. Man kann auf jeden angezeigten Beitrag zugreifen und ihn mit „gefällt mir“ markieren und ihn kommentieren. Darauffolgende Kommentare werden bei der App auf der Startseite unten unter „Benachrichtigungen“ angezeigt (auch wenn ein eigener Kommentar mit „gefällt mir“ angeklickt wurde), sobald ein Aktualisierungsvorgang vonstatten geht. In der Neuigkeitsliste wird leider nur eine selektive, von Facebook definierte Auswahl von News anzeigt. Dabei handelt es sich auch „nur“ um reine Statusmeldungen oder Meldungen mit Link oder Foto bzw. Fotoalben. Nach welchen Parametern Facebook dies definiert und filtert, bleibt unklar. Indirekte Meldungen wie Profilbildänderungen, „ist nun befreundet mit“, Seiten-Likes o.Ä. erscheinen nicht in der App.

Bei der Anwahl des eigenen Profils kann man zwischen 3 Feldern wählen. Auf der eigenen „Pinnwand“ erscheinen die zuletzt geposteten eigenen Einträge, Einträge von Freunden auf der eigenen Pinnwand und Mentions/Bildmarkierungen. Alle Beiträge lassen sich auch über die App entfernen, liken und kommentieren. Eigene Likes und Kommentare auf anderen Seiten und Profilen werden nicht angezeigt. Unter „Info“ werden sämtliche Profilinformationen aufgelistet, wie sie bei Facebook hinterlegt sind. Änderungen können über diese App nicht vorgenommen werden. Unter „Fotos“ können alle eigenen Alben (nicht Fotos, auf denen man markiert ist) angezeigt und bearbeitet werden (gleiches gilt für das Feature „Fotos“ auf der Startseite, das ich dann nicht mehr separat behandle). Insgesamt ein guter Umfang. Lediglich die fehlende Funktion für Profiländerungen schwächt den Bereich.

„Nachrichten“ wartet mit mehreren Funktionen auf: Das Antworten auf Nachrichten verhält sich so einfach wie smsen. Die versendeten Nachrichten findet man im „Versendet“-Bereich. Das Löschen von alten Nachrichten ist ebenso einfach wie Formatierung des Inhalts. Im Feld „Aktualisierung“ finden sich News in Form von Sammelnachrichten einzelner Fanseiten. Ein Manko hat die Nachrichtenfunktion gegenüber des nicht-mobilen Facebook: Anhänge werden auf dem Smartphone nicht angezeigt. Das schließt sowohl Links als auch Fotos ein.

Alle weiteren Features, die sich auf der Startseite befinden, sind schnell dargestellt: Über die Orte-Funktion kann man sich bei „Orten“ einloggen (Check In), die in der Liste anzeigt werden (oder man kann nach ihnen suchen) und man kann über Orte sehen, wo Freunde zuletzt eingecheckt haben. Dabei lassen sich auch Freunde mitmarkieren – nur nicht im Nachhinein, dies muss beim Check In geschehen. Über die Gruppenfunktion lassen sich alle (neuen!) „Gruppen“ ansteuern, alle gruppeninternen Beiträge einsehen, kommentieren und liken sowie alle Gruppenmitglieder anwählen. Unter „Veranstaltungen“ lassen sich alle aktuellen Veranstaltungen abrufen und bestätigen. Eigene Veranstaltungen müssen gesucht werden. Im „Chat“, der nur sehr holperig funktioniert, werden alle Freunde anzeigt, die online sind. Das Kommunizieren stellt sich aber als äußerst kompliziert da, da die App schneller sein möchte, als sie kann. Diese Funktion ist nicht zu empfehlen und sollte gegen ein anderes Feature ausgetauscht werden.

Womit ich bei einem entscheidenen Kritikpunkt bin: Fanseiten, die man administriert, lassen sich nicht über die App ansteuern, sofern sie nicht noch in der Newsline mit einem Beitrag angezeigt werden. Diese Erweiterung wäre ein Muss! Gerade für die nicht-private Nutzung des Facebook-Apps. Damit würde die Android-App auch im Business-Bereich konkurrenzfähig bleiben. Für Twitter gibt es bereits mit Seesmic oder vergleichbaren Apps eine Möglichkeit, mehrere Twitteraccounts zu administrieren.

Mein Fazit zur Facebook-App für Android:

Mit meinem Smartphone nutze ich die mobile Facebook-Version täglich – und ich mag es (i like!). In Windeseile kann ich Statusmeldungen eingeben oder von anderen abrufen. Dies funktioniert im Lokal genauso gut wie in der Bahn oder am Baggersee. Ich kann Schnappschüsse direkt aus der Galerie via Facebook hochladen und auf Facebook-Nachrichten unmittelbar beantworten. Alle Änderungen erscheinen auch nach Log-In im nicht-mobilen Facebook. An ein paar Stellen müssen mit Weiterentwicklungen noch nachgebessert werden. Für die nächste Stufe – der geschäftlichen Nutzung – fehlen der App noch ein paar Funktionalitäten wie die Fanseiten und verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die hoffentlich mit der nächsten oder übernächsten Aktualisierung ergänzt werden. Der Chat kann meiner Meinung nach getrost wieder aus der App verschwinden, da er dafür absolut ungeeignet ist.

Eine Zusatzinfo zu der mobilen Version von Facebook über den Browser:

Über die gängigen Android-Browser oder dem Opera-Browser (kostenfrei im Android-Market) gibt es auch eine mobile Version der Website Facebook, welche ähnlich ist wie die App. Diese mobile Version läßt sich auch ausschalten, so dass man mit dem Browser auch eine Standart-Ansicht des nicht-mobilen Facebook bekommen kann. Dort sind alle Bereiche wie auf dem PC oder Laptop aufrufbar. Dennoch gestaltet sich das Arbeiten damit als sehr umständlich, da man ständig mit Fingerbewegungen agieren muss (vergrößern/verkleinern). Dislike!

Zum Autor:

Sebastian Hartmann (Foto: Christoph Müller-Girod)

Sebastian Hartmann B.A., Seit 2008 Mitarbeiter am Neanderthal Museum, Bereich Mediathek, Internet, Web2.0

Studium der Kunstgeschichte und Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum, Volontariat am Neanderthal Museum, neben dem Neanderthal Museum tätig für das Stadtmuseum Hattingen im Bereich Ausstellungen.

Spezialisierung auf das Thema “Museum und (Social) Web” mit Beteiligung an Projekten wie NRW-Museum und Grand Tour 2010 auf Facebook, Web2.0-Beratungstätigkeit für verschiedene Museen wie LWL-Industriemuseum, Museum Ludwig oder LWL-Museum für Archäologie Herne und demnächst Museum für Völkerkunde Hamburg, Vorträge/Workshops zum Thema “Museum und Social Web” auf mehreren Tagungen sowie Artikel zum Thema in verschiedenen Zeitschriften.

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