Sinnvoll vernetzen – Sichtbar sein im Web

Lupe, die auf ich gerichtet ist

In meinem Artikel zum Thema Personal Branding hatte ich die Frage gestellt, wie ich mich durch meine verschiedenen Webpräsenzen (Blog/Website und Social Media) sichtbar machen kann, und versprochen, meine Erfahrungen bei der Vernetzung zu beschreiben. Mittlerweile habe ich einiges davon umgesetzt. Daher möchte ich heute – erst einmal ganz grundlegend – darstellen, wie sich durch das Zusammenspiel von Website und Social-Media-Profilen die Reichweite meiner Inhalte erhöhen kann.

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Was ist ein Gravatar und wozu brauche ich den?

Gravatar

Nach dem ersten Artikel, meiner Vorstellung als Mentee, werde ich nun meine Beiträge selbst in den schwindt-pr-Blog einpflegen. Dafür hat mir Annette Schwindt einen eigenen Autoren-Zugang eingerichtet. Benötigt wurde dazu eine E-Mail-Adresse, mit der idealerweise ein Gravatar verbunden ist. Gravatar? Von dem hatte ich noch nie gehört. Schnell gegooglet und auf gravatar.com gelandet. Dort steht:

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Facebook: Wie Sie auch mobil auf Seiten privat agieren können

Die Facebook-Apps für die mobile Nutzung sind schon okay, aber es fehlt leider die ein oder andere Funktion, die man von der Desktop-Version gewohnt ist. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, zwischen der persönlichen Identität und der seiner Seiten hin und her wechseln zu können. In der Seitenmanager-App ist man logischerweise immer als Seite aktiv, in der allgemeinen Facebook-App aber auch. Eine Funktion zum Wechseln gibt es bislang nicht.

Wie der Identitäts-Wechsel mobil trotzdem gelingt

Wer mobil dennoch als Person auf einer selbstverwalteten Seite agieren möchte, kann dazu bisher nur folgenden Umweg nehmen:

Besuchen Sie Facebook nicht über die App, sondern über den Browser, den Sie auf Ihrem Smartphone verwenden. Wenn Sie dann die betreffende Seite aufrufen, sehen Sie über dem Seitenmenü eine Auswahlmöglichkeit, mit der Sie zwischen Profil- und Seiten-Identität hin und her wechseln können:

mobil zwischen Profil- und Seiten-Identität wechseln

Beim Klick auf den Pfeil öffnet sich die Auswahl:

Geöffnete Auswahl

Leider ist mir nicht bekannt, ob und wann diese Funktion auch in den Apps eingeführt wird. Die Dringlichkeit dürfte jedoch relativ hoch sein.

Facebook-Apps werden stetig verbessert

Eine Funktion, die nicht von Anfang an in der App existiert hat, ist die des Deaktivierens von Benachrichtigungen zu einem bestimmten Beitrag. Daher wäre es sicher sinnvoll, auch den Identitätswechsel nachzurüsten.

Was außerdem noch schmerzlich fehlt, ist die Möglichkeit, den Link zu einem bestimmten Beitrag abrufen zu können, so wie es in Google+ und Twitter mobil schon lange möglich ist.

Facebook lagert zwar immer mehr Funktionen in eigene gesonderte Apps aus, oder entwickelt ganz neue, ist aber dennoch bemüht, die bereits vorhandenen weiter zu verbessern. Welche Apps es bereits gibt, können Sie nachlesen unter „Die mobilen Apps von Facebook“.

Welche Funktionen fehlen Ihnen noch in der allgemeinen Facebook-App oder in einer der spezialisierten Apps?

 

Zum Thema Interaktion

Wenn ich in meinen Beratungen anspreche, dass es für Präsenzen im Social Web wichtig ist, Interaktion anzuregen und zu bieten, ernte ich oft Fragezeichen. Erst kommt sie mit dem Mehrwert und jetzt auch noch das? 😉

Interaktion = Aktion UND Reaktion

Interaktion ist, wenn zwei (oder mehr) etwas miteinander machen. Angewandt aufs Social Web heißt das: nicht nur Meldungen rauspusten, sondern auch Gespräche führen. Und das beinhaltet nicht nur Aktion, sondern auch Reaktion! Zur Verfügung stehen dafür…
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Facebook: Absender ist schon inklusive

unterschreiben

Eine Sache, über die ich immer wieder stolpere, ist das Unterschreiben von Postings und Kommentaren bei Facebook (woanders habe ich das interessanterweise noch nicht beobachtet).

Von Personen: doppelt gemoppelt

Das sieht dann von Personen etwa so aus:

oder als Kommentar:

Beiträge zu unterschreiben, ist jedoch völlig unnötig, da der Absender des Beitrags ja schon genau diesen Zweck erfüllt:

  • er zeigt, WER da was geschrieben hat und
  • WO man denjenigen finden kann (Absendername ist bereits verlinkt)

Von Seiten: Gar nicht erst posten?

Von  Seiten wiederum ist mir das Unterschreibephänomen in folgender Form begegnet:

Auch hier gilt zum einen, was oben über das Unterschreiben von Personen gesagt wurde: der Absender ist bereits klar, auch ohne Unterschreiben.

Viel wichtiger aber: Von Seiten ist das Hinterlassen eines Beitrags an sich schon kritisch, da er ungefragte Werbung und damit Spamming darstellen kann – weswegen  solche Beiträge bei Facebook auch gern in den Spamfilter unter „verborgene Beiträge“ rutschen. (Mehr zu den rechtlichen Aspekten gibt es bei spreerecht.de) Das Ganze dann auch noch mit einem Textlink zur eigenen Seite im Beitrag zu versehen, ist dann schon richtig aufdringlich. Egal, wie der Beitragsinhalt aussieht.

Also lieber bleiben lassen, egal ob mit oder ohne zusätzlichen Link – (zur Präzisierung:) wenn man nicht angesprochen wurde oder ein Bezug besteht.

Wenn Sie als Seite von einer anderen Seite angesprochen werden, ist es meinem Empfinden nach okay, auch als Seite per Kommentar zu eben diesem Beitrag zu antworten. Wenn Sie auf eine andere Seite empfehlend verweisen möchten, können Sie das auch per @mention-Verlinkung tun. Aber dass man nicht ungefragt Beiträge auf Seiten von anderen hinterlassen sollte, sollte einem schon rein vom gesunden Menschenverstand her klar sein, finde ich.

Ausnahme: In Privatnachrichten

Dass man in Privatnachrichten – wenigstens mit dem Vornamen – unterschreibt, kann ich verstehen und das mache ich auch. Denn die erinnern ja noch eher an eine Mail oder ein Briefchen. Auch wenn da der Absender ebenfalls bereits klar ist. Entspinnt sich jedoch ein Gespräch per Privatnachricht, unterschreibe ich nicht mehr, da dies – gerade bei Facebook – dann ja eher wie ein Chat anmutet.

Was anderes: Kürzel bei mehreren Seitenadmins

Etwas ganz anderes ist es, wenn eine Fanseite von mehreren Admins betreut wird und die sich in ihren Beiträgen als Seite (und auf der eigenen Seite!) durch verschiedene Kürzel kenntlich machen. Dann sollten solche Kürzel natürlich immer verwendet werden:

Danke @gitarra für die Rückfrage!

Wie halten Sie es mit dem Unterschreiben? Und haben Sie solche Beiträge wie oben gezeigt schon mal gesehen? Wie denken Sie darüber?

Facebook-Liveticker und Sichtbarkeit von Aktivitäten

Da ich Folgendes ständig wiederholen muss, mache ich nochmal ein eigenes Blogpost dazu:

Die Sichtbarkeit von Meldungen im Liveticker entspricht der Sichtbarkeit der Aktivität, die da vermeldet wird – egal, ob ich diese Meldungen in meinem Profil verberge oder nicht.

  • Das Verbergen der Meldungen im Profil bewirkt nichts weiter als das: Besucher meines Profils können DORT diese Meldungen nicht sehen.
  • Nicht verborgene Meldungen im Profil können nur von denen gesehen werden, für die auch die zugrundeliegende Aktivität freigegeben ist.
  • Die Sichtbarkeit eines eigenen Beitrags stellt man im eigenen Profil oder auf der Startseite direkt im Herausgeber (=Was-machst-Du-gerade-Feld) ein. Beiträge in Gruppen unterliegen der Gruppensichtbarkeit, Beiträge auf Fanseiten sind öffentlich.
  • Die Sichtbarkeit von Kommentaren oder „Gefällt mir“-Angaben entspricht der des Beitrags, auf den sie sich beziehen.
  • Über „Teilen“ weitergesagte Beiträge können in ihrer Sichtbarkeit nicht über die des Originals hinausgehen.

 

Beispiel 1

Julia kommentiert einen Beitrag von Jan. Jan hat diesen Beitrag auf „Nur Freunde“ gesetzt. Damit können nur diejenigen die Meldung über diesen Kommentar in Julias Profil sehen, die auch mit Jan befreundet sind – es sei denn, Julia hat diese Meldungsart in ihrem Profil verborgen.

In ihrem Liveticker sehen es die gemeinsamen Freunde aber so oder so, weil der gemeldete Kommentar zu einem Beitrag gehört, der für sie freigegeben ist.

Damit man auch weiß, für wen es sichtbar ist, wenn man den Beitrag eines anderen kommentiert, wird die Sichtbarkeit des Beitrags unter demselben angezeigt:

Beispiel 2

Julia kommentiert einen Beitrag von Jan. Jan hat diesen Beitrag auf „Freunde von Freunden“ gesetzt. Damit können sowohl seine Freunde als auch deren Freunde (also auch Julias Freunde) die Meldung über diesen Kommentar in Julias Profil sehen, es sei denn, sie hat sie dort verborgen.

In ihrem Liveticker sehen Julias Freunde die Meldung aber so oder so, weil auch der Kommentar (also die gemeldete Aktivität) zu einem Beitrag gehört, der für sie freigegeben ist.

Beispiel 3

Moritz kommentiert einen Beitrag einer Fanseite. Fanseiten sind öffentlich (es sei denn, der Beitrag wurde nur für bestimmte Zielgruppen sichtbar gemacht), damit ist der Kommentar auch öffentlich und damit die Meldung darüber ebenso.

Wenn Moritz diese Art von Meldungen in seinem Profil nicht verborgen hat, können auch Nichtfreunde, die sein Profil besuchen, diese Meldung sehen.Wenn er sie in seinem Profil verborgen hat, dann können Nichtfreunde den Kommentar nur finden, wenn sie zufällig eben diesen Beitrag auf eben dieser Fanseite anschauen.

Freunde hingegen sehen eine Meldung dazu in ihrem Ticker – egal ob Moritz sie in seinem Profil verborgen hat oder nicht. Weil der Beitrag, den er kommentiert hat, öffentlich ist.