Bitte zuerst nachdenken und erst dann teilen!

sharing

Immer wieder sehe ich, dass Leute Meldungen, die sie irgendwo im Netz aufgeschnappt haben, ohne Hinterfragen weiter teilen. Wir alle kennen die sinnfreien aber hartnäckig immer wiederkehrenden Wellen von Bildpostings zum Thema „Hiermit widerspreche ich…“ etc. Solange es dabei nur um solche Dinge geht, kann man das noch mit einem Schmunzeln abtun. Heikler wird es dann bei Inhalten, für deren Weitersagen man keine Rechte hat. Das kann schon mal in einer Abmahnung enden und teuer werden…

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Whatsapp zu Jetpack Sharebuttons hinzufügen

WhatsApp Sharing in Jetpack

Falls Sie mit WordPress bloggen, nutzen Sie vielleicht die Sharing-Option des Plugin-Pakets Jetpack. Die Dienste, die Sie damit zum Weitersagen Ihrer Inhalte anbieten können, sind zunächst die üblichen: Facebook, Twitter, Google+, Mail und (ja, das gibt’s immer noch:) Drucken. Hinzu kommen Tumblr und LinkedIn sowie die hierzulande weniger genutzen Netzwerke Pocket, Stumbelupon und Reddit. Was bislang leider fehlt, ist eine Option für das mobile Weitersagen via WhatsApp.

Deshalb hat Valerio Souza ein eigenes Plugin geschrieben, das Jetpack mobil um einen WhatsApp-Button erweitert. Sie finden es unter https://wordpress.org/support/view/plugin-reviews/whatsapp-jetpack-button oder unter WhatsApp Sharing Button for Jetpack im Plugin-Verzeichnis im Backend Ihres WordPress-Blogs.

Titelbild der Pluginseite WhatsApp Sharing Button for Jetpack

Sobald sie das Plugin installiert und aktiviert haben, können Sie, wie bereits von Jetpack gewohnt, über Einstellungen > Sharing > Teilen-Schaltflächen einen WhatsApp-Button zu den schon vorhandenen hinzufügen:

sharing

Der grüne WhatsApp-Button erscheint auf der Website nachher natürlich nur in der mobilen Ansicht, also via Smartphone, Tablet etc., wo WhatsApp auch genutzt werden kann:

Mobile ansicht der Sharebuttons inklusive WhatsApp

In der Desktop-Ansicht bleibt alles beim Alten:

Desktop-Ansicht der Sharebuttons ohne WhatsApp

Die Installation ist kinderleicht und der Button funktioniert einwandfrei. Das sieht dann z.B. so aus:

Screenshot eines per Whatsapp weitergesagten Artikels (Überschrift und Link)

Update: Offenbar hat das Plugin Probleme in Verbindung mit W3 Total Cache… 🙁

Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 5: Beiträge richtig weitersagen

Nachdem wir die Vernetzung von der Website hin zu den Social-Media-Präsenzen betrachtet und uns dann der Verknüpfung in der umgekehrten Richtung zugewandt haben, geht es diesmal darum, wie Beiträge richtig weitergesagt werden. Und das nicht nur per direktem Link zur Website, sondern auch per Teilen eines solchen Links innerhalb eines oder mehrerer Social-Media-Dienste.

1. Direktes Verlinken von Website-Inhalten

1.1. Verlinken von eigenen Inhalten

beitraege_verlinken

Beiträge in Social Media, die auf Ihre externen Inhalte (z.B. in Ihrem Blog) verweisen sollen, können entweder per Textlink oder Linkanhang umgesetzt werden. Bei den großen Drei geht das wie folgt:

  • Facebook: Sobald Sie die Linkadresse in das Eingabefeld setzen, wird automatisch ein Anhang erzeugt (wie dieser richtig vorbereitet werden kann, habe ich in Teil 3 gezeigt). Danach können Sie die Linkadresse auch wieder aus dem Textfeld löschen und etwas anderes hineinschreiben. Und auch den Anhang können Sie vor dem Veröffentlichen noch nachbearbeiten. Wie das geht, habe ich hier im Blog auch schon beschrieben.
  • Google+: Hier können Sie es entweder wie in Facebook handhaben und den Link ins Textfeld schreiben, oder Sie nutzen dazu die Linkanhang-Funktion über das gelbe Kettensymbol. Den daraus entstehenden Anhang können Sie nicht wie in Facebook verändern, sondern nur das Bild daraus entfernen.
    Übrigens werden Links, die über das Kettensymbol eingegeben werden, von der Suchmaschine Google schnell registriert (dofollow), während die über Textfeld eingegebenen Links mit anderem Anhang (z.B. Foto) nicht indexiert werden (nofollow).  (Quelle)
  • Twitter: Früher musste man Linkadressen für die Nutzung in Twitter erst manuell kürzen, um noch genügend Zeichen für den Beitragstext übrig zu haben. Inzwischen kann Twitter das automatisch. Sie können also einfach die Linkadresse einfügen und Twitter verkürzt sie dann. Linkanhänge gibt es hier nicht.

1.2. Verlinken von Inhalten anderer

Wenn Sie auf dieselbe Weise externe Beiträge von anderen verlinken, bietet es sich an, den Urheber via @mention miteinzubeziehen. Das bedeutet, dass Sie

a) den Autor oder die Seite, von dem/der der Beitrag stammt, über Ihr Weitersagen informieren (@mention erzeugt in den meisten Fällen eine Benachrichtigung)
b) Ihren Lesern eine Referenz zur Quelle innerhalb des Social-Media-Dienstes angeben, in dem Sie sich gerade befinden. (Unter anderem deshalb ist es wichtig, die passenden Social-Media-Profile/Seiten zu einer Website leicht auffindbar zu machen, siehe Teil 2 dieser Serie.) So empfehlen Sie den Urheber zum einen weiter und geben Ihrem Beitrag mehr Vertrauenswürdigkeit.

Dieses Verlinken via @mention funktioniert wie folgt:

  • Facebook: Geben Sie den Namen des Urhebers mit @ beginnend (ohne Leerzeichen!) ein. Facebook wird Ihnen dann eine Auswahl passender Profile/Seiten als Dropdown anbieten. Aber Achtung! Seiten können keine Profile verlinken und auch Profile können nur die Profile verlinken, mit denen sie vernetzt sind! (Mehr dazu lesen und noch mehr.)
  • Google+: Hier setzen Sie statt des @-Zeichens ein + vor den Namen des zu Verlinkenden (ohne Leerzeichen!). In Google+ kann jeder jeden verlinken, egal ob Profil oder Seite.
  • Twitter: Auch hier funktioniert das Verlinken einer anderen Person über das @-Zeichen.

So entsteht nicht nur ein Verweis nach draußen zu dem Beitrag auf einer Website, sondern zusätzlich einer innerhalb des betreffenden Dienstes zur Präsenz des Urhebers. Folgende Grafik zeigt das am Beispiel Ihrer Website-Inhalte, die von jemand anderem via Facebook/Google+/Twitter mit Bezug auf Ihre dortige Präsenz verlinkt werden:

mention

2. Teilen innerhalb eines Dienstes

Neben den Beiträgen, die explizit durch Verlinkung einer externen Webadresse gepostet werden, können Ihre Inhalte natürlich von dort aus erneut weitergesagt werden. Geschieht dies über die im jeweiligen Dienst eingebauten Weitersagefunktionen, so wird der Bezug zu dem Posting, von dem aus geteilt wurde, automatisch hergestellt:

  • Facebook: Unter jedem Facebok-Beitrag befindet sich ein Link namens Teilen, über den dieser Beitrag woanders hin weitergesagt werden kann. Das erzeugt im geteilten Beitrag den Vermerk, der zum einen mit dem/der Ursprungsprofil/seite verlinkt und außerdem mit dem Ursprungsbeitrag. (Siehe auch Richtig Teilen in Facebook und Der Mythos vom Teilen über die ursprüngliche Sichtbarkeit hinaus.)
  • Google+: Auch hier gibt es unter jedem Beitrag eine Teilen-Funktion über den Button mit dem geschwungenen Pfeil – es sei denn, das erneute Teilen wurde deaktiviert. Dies erzeugt einen automatischen Verweis zum Ursprungsabsender und -beitrag.
  • Twitter: Hier können Sie Beiträge über die sogenannte Retweet-Funktion weitersagen, die sich hinter dem kreisförmigen Doppelpfeil unter einem Beitrag verbirgt. Dabei können sie entweder automatisch retweeten, so dass der Beitrag mit dem Originalabsender und dem Vermerk XY retweetete erscheint, oder Sie nutzen die Zitieren-Funktion, die es Ihnen erlaubt, das Ganze noch mit einem Kommentar und einem manuellen RT (für Retweet) zu versehen.

In allen drei Diensten wird das direkte Teilen/Retweeten unter dem bereffenden Beitrag mitgezählt und nachvollziehbar gemacht. Nur in Google+ lässt sich auch die weitere Verbreitung eines Beitrags über die sogenannten Ripples nachvollziehen!

Soviel zum richtigen Vernetzen von Website und Social Media. Im letzten Teil der Serie wird es noch einen Exkurs zum Thema Wiedererkennbarkeit geben. Die Links zu allen Teilen dieser Serie finden Sie im ersten Teil. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.

Facebook-Privatsphäre: Der Mythos vom Weitersagen

Ein Facebook-Mythos, dem ich öfter begegne, ist der, dass man Beiträge, die im Original eingeschränkt sichtbar veröffentlicht wurden, über diese Sichtbarkeit hinaus teilen könne.  Dabei handelt es sich um ein Missverständnis! Ich kann zwar einen solchen Beitrag – sofern ich in dessen Sichtbarkeit eingeschlossen bin – teilen und auch eine größere Sichtbarkeit einstellen, aber praktisch funktionieren tut das nicht! Es steht dann zwar z.B. „öffentlich“ dran, aber wenn man es dann testet, können Leute außerhalb der ursprünglichen Sichtbarkeit den Beitrag nicht sehen. Selbst mit Direktlink führt das nur zu einer Meldung wie „Dieser Beitrag ist für dich nicht verfügbar“. Ich habe daher die verschiedenen Varianten mal grafisch darzustellen versucht:

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Zum Thema Interaktion

Wenn ich in meinen Beratungen anspreche, dass es für Präsenzen im Social Web wichtig ist, Interaktion anzuregen und zu bieten, ernte ich oft Fragezeichen. Erst kommt sie mit dem Mehrwert und jetzt auch noch das? 😉

Interaktion = Aktion UND Reaktion

Interaktion ist, wenn zwei (oder mehr) etwas miteinander machen. Angewandt aufs Social Web heißt das: nicht nur Meldungen rauspusten, sondern auch Gespräche führen. Und das beinhaltet nicht nur Aktion, sondern auch Reaktion! Zur Verfügung stehen dafür…
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Wenn Sie auf Facebook nicht manuell posten

Anwendungs-Posting ohne und manuelles Posting mit Teilen-Link darunter

Es gibt zahlreiche Helfer-Tools, mit denen man seine Social-Media-Präsenzen zentral verwalten kann. Das spart zwar Zeit, kann aber gerade in Facebook entscheidende Nachteile haben:

Anwendungs-Posting ohne und manuelles Posting mit Teilen-Link darunter

Bei manuell gepostete Beiträgen wird neben Gefällt mir und Kommentieren immer den Teilen-Link zum Weitersagen eingeblendet. Bei Postings aus manchen Anwendungen (wie hier Mr.Reader) fehlt der aber!

Damit wird Weitersagen nur noch per manueller Kopie der URL möglich. Derjenige von dem etwas geteilt wird, wird dabei nicht automatisch genannt – es sei denn, jemand macht sich die Mühe, das per Hand dazu zu schreiben. Aber selbst dann ist Verlinken der Quelle nicht immer möglich, z.B. wenn eine Seite etwas von einer Person teilt.

Wird Teilen jedich angezeigt und genutzt, wird beim Weitersager automatisch ein Link produziert, der auf die Quelle hinweist:

Außerdem wird unter dem Ursprungsbeitrag gezeigt, dass und wie oft er geteilt wurde und  – wenn man diese Angabe anklickt – auch von wem und ob es von dort aus wieder weitergesagt wurde:

 

Facebook-Liveticker und Sichtbarkeit von Aktivitäten

Da ich Folgendes ständig wiederholen muss, mache ich nochmal ein eigenes Blogpost dazu:

Die Sichtbarkeit von Meldungen im Liveticker entspricht der Sichtbarkeit der Aktivität, die da vermeldet wird – egal, ob ich diese Meldungen in meinem Profil verberge oder nicht.

  • Das Verbergen der Meldungen im Profil bewirkt nichts weiter als das: Besucher meines Profils können DORT diese Meldungen nicht sehen.
  • Nicht verborgene Meldungen im Profil können nur von denen gesehen werden, für die auch die zugrundeliegende Aktivität freigegeben ist.
  • Die Sichtbarkeit eines eigenen Beitrags stellt man im eigenen Profil oder auf der Startseite direkt im Herausgeber (=Was-machst-Du-gerade-Feld) ein. Beiträge in Gruppen unterliegen der Gruppensichtbarkeit, Beiträge auf Fanseiten sind öffentlich.
  • Die Sichtbarkeit von Kommentaren oder „Gefällt mir“-Angaben entspricht der des Beitrags, auf den sie sich beziehen.
  • Über „Teilen“ weitergesagte Beiträge können in ihrer Sichtbarkeit nicht über die des Originals hinausgehen.

 

Beispiel 1

Julia kommentiert einen Beitrag von Jan. Jan hat diesen Beitrag auf „Nur Freunde“ gesetzt. Damit können nur diejenigen die Meldung über diesen Kommentar in Julias Profil sehen, die auch mit Jan befreundet sind – es sei denn, Julia hat diese Meldungsart in ihrem Profil verborgen.

In ihrem Liveticker sehen es die gemeinsamen Freunde aber so oder so, weil der gemeldete Kommentar zu einem Beitrag gehört, der für sie freigegeben ist.

Damit man auch weiß, für wen es sichtbar ist, wenn man den Beitrag eines anderen kommentiert, wird die Sichtbarkeit des Beitrags unter demselben angezeigt:

Beispiel 2

Julia kommentiert einen Beitrag von Jan. Jan hat diesen Beitrag auf „Freunde von Freunden“ gesetzt. Damit können sowohl seine Freunde als auch deren Freunde (also auch Julias Freunde) die Meldung über diesen Kommentar in Julias Profil sehen, es sei denn, sie hat sie dort verborgen.

In ihrem Liveticker sehen Julias Freunde die Meldung aber so oder so, weil auch der Kommentar (also die gemeldete Aktivität) zu einem Beitrag gehört, der für sie freigegeben ist.

Beispiel 3

Moritz kommentiert einen Beitrag einer Fanseite. Fanseiten sind öffentlich (es sei denn, der Beitrag wurde nur für bestimmte Zielgruppen sichtbar gemacht), damit ist der Kommentar auch öffentlich und damit die Meldung darüber ebenso.

Wenn Moritz diese Art von Meldungen in seinem Profil nicht verborgen hat, können auch Nichtfreunde, die sein Profil besuchen, diese Meldung sehen.Wenn er sie in seinem Profil verborgen hat, dann können Nichtfreunde den Kommentar nur finden, wenn sie zufällig eben diesen Beitrag auf eben dieser Fanseite anschauen.

Freunde hingegen sehen eine Meldung dazu in ihrem Ticker – egal ob Moritz sie in seinem Profil verborgen hat oder nicht. Weil der Beitrag, den er kommentiert hat, öffentlich ist.