Aktualisiertes e-Book: Website und Social Media richtig vernetzen

Website und Social Media richtig vernetzen

Nach über einem Jahr wurde es Zeit mein e-Book zum Thema „Website und Social Media richtig vernetzen“ auf den neuesten Stand zu bringen. So ist u.a. inzwischen der Google author tag hinfällig geworden, dafür hat aber Facebook einen eingeführt. Außerdem habe ich die Grafiken entschlackt.

Auch diese neue Version kann über die Downloadseite dieser Website dauerhaft kostenlos heruntergeladen werden. Bitte laden Sie das Dokument nicht an anderer Stelle hoch, sondern verweisen Sie immer auf folgenden Original-Downloadlink:

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e-Book 'Website und Social Media richtig vernetzen' von Annette Schwindt, schwindt-pr

Rückfragen zum e-Book nehme ich gern hier in den Kommentaren entgegen. 🙂

Facebook-Seiten nicht als statische Websites verstehen

Facebookseiten

Facebookseiten
Bei Beratungen in Sachen Facebookseite stoße ich auf ähnliche Probleme. Egal ob bei einer neu zu erstellenden Seite oder bei der Optimierung einer bereits vorhandenen: Viele verwenden mehr Energie und Zeit auf Fragen der statischen Ausstattung einer Facebook-Seite als auf die Inhalte der Beiträge. Deshalb ist einer der meistgenutzen Sätze in solchen Beratungen: „Sie dürfen eine Facebook-Seite nicht wie eine statische Website konzipieren!“

Wie hier schon mehrfach thematisiert, ist es inzwischen nahezu irrelevant, was Sie in zusätzliche individuelle Reiter packen, wenn diese rein statisch sind. Solche Reiter können nur via Desktopbrowser besucht und direkt auf der Seite aufgerufen werden. Die meisten Nutzer interagieren mit Seiten jedoch über deren Beiträge, die die Neuigkeiten auf ihrer eigenen Startseite erreichen, und der steigende Anteil von ihnen tut das mobil. Das bedeutet, die allermeisten Nutzer werden solche Reiter niemals zu Gesicht bekommen und das bestätigen auch die Seitenstatistiken.

Viele Seitenersteller denken aber eine Facebookseite wie eine statische Website. Sie glauben, dort alles an einem fixierten Platz unterbringen zu müssen, was auf der normalen Website auch zu sehen ist: ausführliche Firmenbeschreibung, die gesamte Produktpalette, alle Fotogalerien…

Eine Facebookseite ist nicht dazu da, die Website zu duplizieren!
Sie soll sie vielmehr sinnvoll ergänzen!
click & tweet

Natürlich ist es wichtig, all diese Informationen möglichst leicht auffindbar zu machen. Das geschieht aber idealerweise bereits auf der Website, der Basis Ihrer digitalen Kommunikation. Diese Basis sollte im Infokasten auf der Facebookseite links direkt eingetragen werden.

Die einzelnen Informationen (wie Produkte, Angebote etc.) werden auf der Website idealerweise so präsentieret, dass sie leicht auffindbar, von außen einzeln erreichbar, also direkt verlinkbar und so auch für Beiträge auf der Facebookseite oder sonstiges Weitersagen richtig nutzbar sind.

Was die Facebookseite betrifft, solten die Beiträge für Sie am wichtigsten sein! Sie sind es, die den Fan/Leser/Kunden in seinen Neuigkeiten auf seiner Startseite erreichen sollen. Also verwenden Sie diese Informationen und Inhalte für nutzerrelevante Beiträge, die zur Interaktion anregen und es wert sind, weitergesagt zu werden! Denn nur dann schaffen sie es überhaupt in die Neuigkeiten der Fans!

Inhalte präsentieren auf Facebook: nutzerrelevant sein,
zum Interagieren und Weitersagen anregen
!
click & tweet

Solche Beiträge sind übrigens auch nachhaltiger, wenn es um die Gewinnung neuer Fans geht. Wie inzwischen hinreichend bekannt sein sollte, ist die Fanzahl allein ja nicht ausschlaggebend für den nachhaltigen Erfolg einer Facebookseite. Wichtig ist, wieviel von diesen Fans sich auch in die Gespräche einbringen, die Sie mit Ihren Beiträgen hoffentlich erzeugen. Nur so funktioniert die digitale Mundpropaganda:

Beiträge führen zu Interaktion, dies führt zum Weitersagen und neuen Fans, die wie die Beiträge lesen usw.

Investieren Sie Ihre Energie und Zeit also vor allem in folgende Fragen:

  • Ist meine Website als Basis für die Kommunikation in den Außenposten in Social Media vorbereitet?
  • Auf welche Weise kann meine Facebookseite die Website sinnvoll ergänzen?
  • Welche Ziele verfolge ich damit?
  • Wen möchte ich ansprechen?
  • Was ist für diese Zielgruppe(n) relevant?
  • Wie bringe ich meine Inhalte nutzerrelevant und weitersagenswert in die Beiträge meiner Facebookseite ein?

 

Podcast Folge 2: Rückbesinnung (?) auf das eigene Blog

podcast

Lang, lang ist’s her, da wollte ich hier öfter mal einen Podcast unterbringen. Nach Folge 1 vor über einem Jahr habe ich dann jedoch aus unerfindlichen Gründen vergessen, das weiterzuführen. Nachdem wir nun aber beim Social Media Chat Bonn wieder auf das Thema Podcast zu sprechen gekommen sind und dort nun auch regelmäßig einen aufnehmen wollen, habe ich mich wieder ans Mikro geschwungen. 😉 Und so kommt hier – besser spät als nie – Folge 2:

Ich freue mich auf Ihr Feedback, Fragen und Anregungen! 🙂

Alle Podcasts von schwindt-pr.com können angehört werden
unter http://www.schwindt-pr.com/category/podcasts/

Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 6: Wiedererkennbarkeit sichern

Wie Sie die Basis Ihrer Online-Kommunikation technisch am besten mit Ihren Außenposten im Social Web verknüpfen, habe ich Ihnen in den vorangegangenen fünf Teilen dieser Serie gezeigt. Im diesem abschließenden Teil möchte ich noch auf das Thema Wiedererkennbarkeit zu sprechen kommen. Denn so gut Sie Ihre Präsenzen auf technischem Wege auch zueinander in Bezug setzen – damit allein ist es noch nicht getan…

Zwei weitere Punkte gilt es zu berücksichtigen, wenn es mit der Vernetzung von Website und Social Media wirklich funktionieren soll: Das ist um einen die Wahl der Namen für die einzelnen Präsenzen und zum anderen das Design derselben. Das klingt simpel, wird aber oft nicht berücksichtigt oder scheitert auch schon mal an den Vorgaben einzelner Plattformen. Deshalb sollten Sie auf Folgendes achten:

1. Name

Stellen Sie sicher, dass der Name Ihrer Sache online wie offline überall derselbe ist, gleich geschrieben wird, und versuchen Sie, die sprechenden Webadressen einzelner Accounts möglichst einheitlich zu gestalten. Manche Plattformen erlauben beispielsweise keine Bindestriche im Namen oder keine Kleinschreibung. Bei anderen können sprechende Adressen (vanity urls) nicht frei gewählt werden. Bei den großen Drei gilt es daher Folgendes zu beachten:

  • Facebook: Seitennamen dürfen in der Regel keinen Bindestrich enthalten und müssen mit einem Großbuchstaben beginnen. Die Webadresse kann nur einen Punkt enthalten, keinen Binde- oder Unterstrich, Groß- und Kleinschreibung in der url ist möglich, wird aber (genau wie Punkt) ohnehin in beiden Varianten vergeben (d.h. facebook.com/meine.firma führt zur selben Seite wie facebook.com/MeineFirma). Seitenname und Webadresse können unabhängig voneinander vergeben werden.
  • Twitter: Aus der Wahl des Benutzernamens ergibt sich automatisch die Webadresse, d.h. Benutzername @maxmeier = Webadresse https://twitter.com/maxmeier. Das Profil kann aber einen anderen Namen als den Benutzernamen haben, z.B. @ulrikedue als Benutzername für das Profil von Ulrike Dümpelmann oder @caschy für Carsten Knobloch. Punkt oder Bindestrich im Benutzernamen sind nicht möglich, wohl aber Unterstrich.
  • Google+: Bindestrich und Kleinschreibung im Seitennamen sind möglich, vanity url wird nur ab bestimmter Followerzahl und bei verifizierter Seite möglich und ist nur sehr beschränkt wählbar. Alternativ kann die vanity url für das Verlinken von außen (nicht für die Anzeige beim Aufrufen des Accounts) über externe Dienste wie z.B. gplus.to erstellt werden.

Übrigens: Wenn ich im Text eines Instagram-Postings den @instgrambenutzernamen von jemandem nenne und derjenige sein Instagram mit seinem Twitter-Profil verbunden hat, dann ersetzt Twitter die Verlinkung automatisch durch @twitterbenutzername. Es empfiehlt sich also, diese beiden Namen möglichst gleich zu vergeben.

2. Design

Neben der Namensvergabe ist es auch wichtig, bei der Gestaltung der einzelnen Präsenzen möglichst wiedererkennbar zu sein. Da jede Plattform andere Größen für Profil und Titelbilder verwendet und diese auch öfter mal verändert, kann das ganz schön hakelig werden. Eine Übersicht über die derzeit aktuellen Bildgrößen gibt es bei Daniel Rehn.

Wenn Sie sich bei den Profilbildern für ein Logo entscheiden, dann muss dieses sowohl quadratisch (Facebook und Twitter) als auch im runden Ausschnitt (Google+) lesbar sein. Es sollte nicht zu viele Details und einen guten Kontrast haben, damit es auch in Form der kleinen Avatare, die später bei den einzelnen Beiträgen dabei stehen, wiedererkennbar ist. Entscheiden Sie sich für ein Personenfoto, dann sollte es überall dasselbe sein, möglichst sympathisch rüberkommen (lächeln) und zum Anlass passen (privat oder geschäftlich).

Das Titelbild dient der Dekoration und sollte, wenn möglich auch überall dasselbe sein. Da in den mobilen Apps die Position des Profilbilds im Verhältnis zum Titelbild gegenüber der Desktopansicht variiert, sollte das Titelbild tatsächlich nur illustrierenden Charakter haben und funktionieren, egal wo sich das Profilbild darüberschiebt.

Soviel zum Thema Vernetzung Ihrer Website als Basis Ihrer Online-Kommunikation mit Ihren Social-Media-Präsenzen als Außenposten. Alle Teile dieser Serie erreichen Sie über die Liste in Teil 1. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.

Falls Sie einzelne Fragen zum Thema Vernetzung haben, hinterlassen Sie mir einfach hier einen Kommentar. Bei Interesse an einer Analyse Ihres Vernetzungsstatus und einer Beratung zu möglichen Optimierungsmaßnahmen nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 5: Beiträge richtig weitersagen

Nachdem wir die Vernetzung von der Website hin zu den Social-Media-Präsenzen betrachtet und uns dann der Verknüpfung in der umgekehrten Richtung zugewandt haben, geht es diesmal darum, wie Beiträge richtig weitergesagt werden. Und das nicht nur per direktem Link zur Website, sondern auch per Teilen eines solchen Links innerhalb eines oder mehrerer Social-Media-Dienste.

1. Direktes Verlinken von Website-Inhalten

1.1. Verlinken von eigenen Inhalten

beitraege_verlinken

Beiträge in Social Media, die auf Ihre externen Inhalte (z.B. in Ihrem Blog) verweisen sollen, können entweder per Textlink oder Linkanhang umgesetzt werden. Bei den großen Drei geht das wie folgt:

  • Facebook: Sobald Sie die Linkadresse in das Eingabefeld setzen, wird automatisch ein Anhang erzeugt (wie dieser richtig vorbereitet werden kann, habe ich in Teil 3 gezeigt). Danach können Sie die Linkadresse auch wieder aus dem Textfeld löschen und etwas anderes hineinschreiben. Und auch den Anhang können Sie vor dem Veröffentlichen noch nachbearbeiten. Wie das geht, habe ich hier im Blog auch schon beschrieben.
  • Google+: Hier können Sie es entweder wie in Facebook handhaben und den Link ins Textfeld schreiben, oder Sie nutzen dazu die Linkanhang-Funktion über das gelbe Kettensymbol. Den daraus entstehenden Anhang können Sie nicht wie in Facebook verändern, sondern nur das Bild daraus entfernen.
    Übrigens werden Links, die über das Kettensymbol eingegeben werden, von der Suchmaschine Google schnell registriert (dofollow), während die über Textfeld eingegebenen Links mit anderem Anhang (z.B. Foto) nicht indexiert werden (nofollow).  (Quelle)
  • Twitter: Früher musste man Linkadressen für die Nutzung in Twitter erst manuell kürzen, um noch genügend Zeichen für den Beitragstext übrig zu haben. Inzwischen kann Twitter das automatisch. Sie können also einfach die Linkadresse einfügen und Twitter verkürzt sie dann. Linkanhänge gibt es hier nicht.

1.2. Verlinken von Inhalten anderer

Wenn Sie auf dieselbe Weise externe Beiträge von anderen verlinken, bietet es sich an, den Urheber via @mention miteinzubeziehen. Das bedeutet, dass Sie

a) den Autor oder die Seite, von dem/der der Beitrag stammt, über Ihr Weitersagen informieren (@mention erzeugt in den meisten Fällen eine Benachrichtigung)
b) Ihren Lesern eine Referenz zur Quelle innerhalb des Social-Media-Dienstes angeben, in dem Sie sich gerade befinden. (Unter anderem deshalb ist es wichtig, die passenden Social-Media-Profile/Seiten zu einer Website leicht auffindbar zu machen, siehe Teil 2 dieser Serie.) So empfehlen Sie den Urheber zum einen weiter und geben Ihrem Beitrag mehr Vertrauenswürdigkeit.

Dieses Verlinken via @mention funktioniert wie folgt:

  • Facebook: Geben Sie den Namen des Urhebers mit @ beginnend (ohne Leerzeichen!) ein. Facebook wird Ihnen dann eine Auswahl passender Profile/Seiten als Dropdown anbieten. Aber Achtung! Seiten können keine Profile verlinken und auch Profile können nur die Profile verlinken, mit denen sie vernetzt sind! (Mehr dazu lesen und noch mehr.)
  • Google+: Hier setzen Sie statt des @-Zeichens ein + vor den Namen des zu Verlinkenden (ohne Leerzeichen!). In Google+ kann jeder jeden verlinken, egal ob Profil oder Seite.
  • Twitter: Auch hier funktioniert das Verlinken einer anderen Person über das @-Zeichen.

So entsteht nicht nur ein Verweis nach draußen zu dem Beitrag auf einer Website, sondern zusätzlich einer innerhalb des betreffenden Dienstes zur Präsenz des Urhebers. Folgende Grafik zeigt das am Beispiel Ihrer Website-Inhalte, die von jemand anderem via Facebook/Google+/Twitter mit Bezug auf Ihre dortige Präsenz verlinkt werden:

mention

2. Teilen innerhalb eines Dienstes

Neben den Beiträgen, die explizit durch Verlinkung einer externen Webadresse gepostet werden, können Ihre Inhalte natürlich von dort aus erneut weitergesagt werden. Geschieht dies über die im jeweiligen Dienst eingebauten Weitersagefunktionen, so wird der Bezug zu dem Posting, von dem aus geteilt wurde, automatisch hergestellt:

  • Facebook: Unter jedem Facebok-Beitrag befindet sich ein Link namens Teilen, über den dieser Beitrag woanders hin weitergesagt werden kann. Das erzeugt im geteilten Beitrag den Vermerk, der zum einen mit dem/der Ursprungsprofil/seite verlinkt und außerdem mit dem Ursprungsbeitrag. (Siehe auch Richtig Teilen in Facebook und Der Mythos vom Teilen über die ursprüngliche Sichtbarkeit hinaus.)
  • Google+: Auch hier gibt es unter jedem Beitrag eine Teilen-Funktion über den Button mit dem geschwungenen Pfeil – es sei denn, das erneute Teilen wurde deaktiviert. Dies erzeugt einen automatischen Verweis zum Ursprungsabsender und -beitrag.
  • Twitter: Hier können Sie Beiträge über die sogenannte Retweet-Funktion weitersagen, die sich hinter dem kreisförmigen Doppelpfeil unter einem Beitrag verbirgt. Dabei können sie entweder automatisch retweeten, so dass der Beitrag mit dem Originalabsender und dem Vermerk XY retweetete erscheint, oder Sie nutzen die Zitieren-Funktion, die es Ihnen erlaubt, das Ganze noch mit einem Kommentar und einem manuellen RT (für Retweet) zu versehen.

In allen drei Diensten wird das direkte Teilen/Retweeten unter dem bereffenden Beitrag mitgezählt und nachvollziehbar gemacht. Nur in Google+ lässt sich auch die weitere Verbreitung eines Beitrags über die sogenannten Ripples nachvollziehen!

Soviel zum richtigen Vernetzen von Website und Social Media. Im letzten Teil der Serie wird es noch einen Exkurs zum Thema Wiedererkennbarkeit geben. Die Links zu allen Teilen dieser Serie finden Sie im ersten Teil. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.

Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 4: Website auffindbar machen und Impressumspflicht

In Teil 2 und Teil 3 dieser Serie haben wir betrachtet, wie die Website im Hinblick auf Social Media optimiert werden kann. Jetzt wechseln wir die Blickrichtung und kümmern uns um die Verknüpfung der Außenposten im Social Web im Richtung Website als Basis. Dabei geht es nicht nur um die Auffindbarkeit der Website als Ganzes, sondern auch um die Einhaltung der Impressumspflicht, der nicht nur Ihre Website, sondern auch Ihre Präsenzen auf Facebook und Co. unterliegen.

Facebook und Google+ bieten gegenüber anderen Diensten im Social Web noch am meisten Platz für Hintergrundinformationen im Infobereich der entsprechenden Präsenz. Aber auch hier sollte man keine Romane hinterlassen, sondern lieber einen gut auffindbaren Link zu den entsprechenden Infos auf der eigenen Website unterbringen. Das fördert zum einen den Traffic zur Website, zum anderen entschlackt es die Social-Media-Präsenz, bei der die meisten ohnehin nur auf die aktuellen Beiträge schauen.

Website und Impressum von social Media aus verlinken

Für gewöhnlich gibt es ein eigenes Formularfeld in jedem Social-Media-Profil, das nach der Website fragt. Gibt es jedoch kein davon getrenntes Feld für die Angabe eines Impressums, wird es schwierig, beides getrennt unterzubringen.

Website und Impressum von Facebook-Seiten aus verlinken

Auf Facebook-Seiten finden Sie im Infobereich sowohl ein Feld für die Angabe Ihrer Website, als auch einen eigenen Bereich für die direkte Eingabe Ihrer Impressumsinformationen, die dann über den automatisch entstehenden Link Impressum zugänglich sind:Infokasten der Facebook-Seite von schwindt-prSo kann jeder, der egal wo einen Beitrag von Ihnen sieht, über den Sprung zu Ihrer Seite in einem Klick zum Impressum gelangen. Damit ermöglicht es Ihnen Facebook nun endlich die Zwei-Klick-Regel zur Erreichbarkeit des Impressums einzuhalten.

Google+ Seite mit Website und Impressum verknüpfen

Bei Google+ ist das nicht ganz so einfach. Dort gibt es zwar die Möglichkeit, eine Webadresse direkt im Kopfbereich unterzubringen, aber dies erzeugt keinen klickbaren Link, sondern nur eine Textinformation. Außerdem können Sie hier nicht die Adresse des Impressums eintragen, da Google+ diesen Eintrag zur Verifizierung Ihrer Website verwendet:

Kopfbereich der Google+ Seite von schwindt-pr

Ruft der Besucher Ihrer Google+ Seite jedoch den Infobereich auf, dann wird dieser Link klickbar. Das Impressum muss hier getrennt untergebracht werden und das mit sprechendem Direktlink, damit nicht noch weitere Zwischenklicks nötig werden. So erreichen Sie zwar nicht die geforderten zwei Klicks, aber wenigstens drei. Besser geht es derzeit leider nicht:

Infobereich der Google+ Seite von schwindt-pr

Website und Impressum vom Twitter-Profil aus erreichbar machen

Bei Twitter gibt es nur ein Formularfeld für die Website, über das ein klickbarer Link erzeugt wird. Hier können Sie entweder den direkten Link zum Impressum eintragen oder den zu Ihrer Website. Den Direktlink zum Impressum können sie nämlich statt über das Formularfeld auch in der Bio unterbringen. Auch dort wird er klickbar und erfüllt somit die Zwei-Klick-Regel. Wichtig ist nur, dass er eindeutig identifizierbar ist (durch das Voranstellen von „Impressum:“)

Infobereich des Twitterprofils von schwindt-pr

Andere Social-Media-Präsenzen

Was andere Dienste als die großen Drei (Facebook, Google+ und Twitter) angeht, müssen Sie jeweils nachsehen, ob es nur eine Möglichkeit gibt, eine Webadresse einzutragen, die klickbar wird, oder mehrere.

Als weitere Beispiele seien hier noch Instagram und Xing genannt:

Instagram

Dort gibt es nur eine Möglichkeit, einen klickbaren Link zu erzeugen. Also sollten Sie dort den Direktlink zum Impressum eintragen:

Infobereich des Instagram-Profils von schwindt-pr

Sollte dieser Link nicht – wie im obigen Beispiel – sprechend sein (also „…/impressum“ heißen), empfiehlt es sich, den Text darüber mit „Impressum:“ zu beenden.

Xing

Auf Xing gibt es kein Formularfeld für das Eintragen der Website, Sie haben aber die Möglichkeit via RSS-Impport Ihre Blogartikel in den Newsstream Ihrer Kontakte einzuspeisen. Für Das Impressum sieht Xing einen eigenen Bereich vor. Wie genau der Impressumseintrag auf ing funktioniert, habe ich bereits hier im Blog beschrieben.

Im nächsten Teil dieser Serie wird es um das richtige Weitersagen von Beiträgen innerhalb von Facebook und Co. gehen. Diese Beiträge können von Ihrer Website (Blog) kommen, oder auch innerhalb einer Plattform oder zwischen zwei verschiedenen Social-Web-Diensten geteilt werden. Alle Teile dieser Serie erreichen Sie über die Liste am Anfang von Teil 1. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.

Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 3: Weitersagen erleichtern

In Teil 1 dieser Serie ging es um das gesamte Vernetzungsgeflecht von Website und Social Media, das in den darauf folgenden Teilen in die einzelnen Bestandteile zerlegt wird. So ging es in Teil 2 um die Verweise von der eigenen Website zu den dazugehörigen Social-Media-Präsenzen. Hier in Teil 3 soll nun gezeigt werden, wie Sie den Besuchern Ihrer Website das Weitersagen (Sharing) Ihrer Inhalte erleichtern und das Ergebnis nach Ihren Wünschen beeinflussen können.

Natürlich können Sie einen Webinhalt auch immer durch manuelles Kopieren von dessen Webadresse und Einfügen im Eingabefeld der Social-Media-Plattform Ihrer Wahl weitersagen. Weitaus weniger Aufwand ist es jedoch, wenn der betreffende Webinhalt bereits eigene Links oder Buttons dafür zur Verfügung stellt.

Sharing von Website zu Social Media

Weitersage-Buttons sind nicht dasselbe wie Verweise

click & tweet Immer wieder werden die Weitersage-Buttons (auch Sharebuttons genannt) mit den in Teil 2 genannten Verweisen auf die eigenen Social-Media-Präsenzen verwechselt. Das passiert vor allem dann, wenn sie in derselben Größe und demselben Layout verwendet werden. Zu diesem Thema gibt es hier bereits einen älteren Artikel von mir: Verweise und Sharebuttons sind nicht dasselbe!

Stellen Sie also sicher, dass Verweise und Sharebuttons …

  • nicht dieselbe Größe haben
  • nicht dasselbe Layout haben
  • so platziert sind, dass klar wird, was wozu dient: Verweise werden für gewöhnlich im Kopf oder Fuß der Website oder als Widget in der Sidebar platziert. Sharebuttons hingegen befinden sich in der Regel am Ende eines Beitrags oder eines Inhaltsbereichs. Manche Websites platzieren sie auch am Anfang von Artikeln oder als mitscrollende Leiste am Rand.In einer schematischen Zeichnung einer typischen Website sieht das so aus:
    Platzierung der verschiedenen Varianten von Sharebuttons und Verweisen in einer typischen Website

Es ist wichtig, dass die Weitersage-Buttons bei jedem einzelnen Artikel bzw. auf den gewünschten einzelnen Unterseiten Ihrer Website vorhanden sind. Am besten setzen Sie noch eine erläuternde Textzeile dazu. Ich verwende z.B. „Ich freue mich, wenn Sie diesen Beitrag weitersagen“. click & tweet

Woher die Weitersage-Buttons nehmen?

Je nachdem, welches Content Management System Sie für Ihre Website/Ihr Blog verwenden, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Buttons fürs Weitersagen einzubauen.

Sharebuttons von Facebook und Co.

Die einzelnen Plattformen stellen verschiedene Codes zur Verfügung, mit denen Sie die Buttons zum Weitersagen in Ihre Website einfügen können. Sie finden sie unter:

Diese Codes müssen dann an passender Stelle im Quelltext Ihrer Website untergebracht werden.

Wer sich mit dem Coden auskennt, aber nicht diese Skripte verwenden will, kann die Buttons auch per Hand schreiben. Wie das geht, habe ich HIER bereits erklärt.

Plugins (WordPress und anderswo) click & tweet

Für weniger Fortgeschrittene gibt es in WordPress die Möglichkeit, Plugins zu nutzen. Davon gibt es viele verschiedene. Ich benutze hier derzeit die Sharing-Option des Plugins Jetpack, für die es verschiedene Layout-Varianten gibt. Es gibt aber auch noch andere Plugins, z.B. die von Shareaholic, Simple Share Buttons, oder Share this.

Share this oder Shareaholic bieten auch Lösungen außerhalb von WordPress an.

Optimierung des Weitersage-Ergebnisses

Welche Buttons Sie auch immer in Ihre Website einbauen – Ihre Arbeit ist damit noch nicht beendet. Jetzt geht es noch ans Optimieren Ihrer Weitersage-Ergebnisse. Dies ist vor allem für Facebook wichtig, wofür dort eigene tags (Codezeilen zur Ergänzung des Quelltexts der Website) zur Verfügung gestellt werden. Die beiden wichtigsten sind die für das Bild (wird auch von Google+ verstanden), das beim Weitersagen erscheinen soll, und für die Beschreibung der Website:

<meta property=“og:image“ content=“[URL des Bildes]“>
<meta property=“og:description“ content=“[Kurze Beschreibung der Website]“>

Diese tags müssen in den Header einer Website eingetragen werden. Das Ergebnis sieht bei mir dann zum Beipsiel so aus:

Metatag-ergebnis auf Facebook

Alle weiteren von Facebook zur Verfügung gestellten Tags finden Sie über https://developers.facebook.com/docs/web/webmasters/.

Wer sich mit Quelltext-Feinheiten nicht so auskennt, aber selbstgehostetes WordPress benutzt, für den gibt es auch hier Plugins wie z.B. den Facebook Thumb Fixer, die den Eintrag für das richtige Bild übernehmen.

Übrigens: Um zu überprüfen, ob die Optimierung funktioniert, können Sie die URL der betreffenden Seite durch den Facebook debugger überprüfen lassen.

Im nächsten Teil dieser Serie wechseln wir die Perspektive: Bislang ging es ja um die Verknüpfung von der Website hin zu Social Media. In Teil 4 widmen wir uns der Frage, wie in umgekehrter Richtung die einzelnen Social-Media-Präsenzen sinnvoll auf die Website verweisen können und müssen (Impressumspflicht!). Alle weiteren Teile dieser Serie finden Sie über die Liste in Teil 1. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.